Gerold Späth - Gottfried Keller-Preisträger 2010
Den Gottfried Keller-Preis 2010 erhielt der Schriftsteller Gerold Späth für sein erzählerisches Gesamtwerk, das mit Wucht,
Witz und Weisheit eine Schweizer Kleinstadt zum Spiegel der Welt macht.
Für ihre aussergewöhnlichen Übersetzungen ins Französische und ihr Engagement
im Austausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz ehrte die Stiftung Marion Graf mit einer Ehrengabe.
Martin Müller erhielt eine Ehrengabe
für sein umfassendes Personenlexikon zu Gottfried Kellers Leben und Werk.
Gerold
Späth, geboren 1939 in Rapperswil, lebt als Erzähler
in Rapperswil, Italien und Irland. Ausgezeichnet u.a. mit dem C.-F.-Meyer-Preis
1970; Anerkennungsgabe Stadt Zürich 1977, 1983; Alfred-Döblin-Preis 1977; Preis
der Schweiz. Schillerstiftung 1992; Ehrengabe Stadt Zürich 2001; Kulturpreis
des Kantons Sankt Gallen 2002; Anerkennungsgabe Stadt Zürich 2007.
Späths fulminanter Erstling „Unschlecht“ erschien 1970. Es folgten weitere
Romane, etwa „Balzapf oder Als ich auftauchte“ (1977), „Barbarswila“ (1988),
„Aufzeichnungen eines Fischers (das erste Jahr) (2006) und zuletzt „Mein Lac de
Triomphe. Aufzeichnungen eines Fischers (das zweite Jahr) (2007). Späth
veröffentlichte zudem zahlreiche Prosastücke und Erzählungen sowie Hörspiele.
Seine Bücher erscheinen im Lenos Verlag.
Marion Graf, geboren 1954 in
Neuchâtel, lebt als Übersetzerin in Schaffhausen. Ausgezeichnet wurde Graf mit
dem „Prix Lipp“ 1999, mit dem „Prix André Gide“ 2002 und dem „Prix de Belles-Lettres“
2006. Graf übersetzt aus dem Deutschen und Russischen ins Französische.
Insbesondere Autoren und Autorinnen der deutschen Schweiz stehen im Zentrum
ihres Interesses. Graf übersetzte u. a. Robert Walser, Klaus Merz, Markus
Werner oder Erika Pedretti. Ausserdem präsidierte sie die Kommission der „ch
Reihe“ und war Mitherausgeberin der Zeitschrift „Feux croisés“.
Martin Müller, geboren 1938 in
Zürich, lebt als freier Publizist in Zürich. Müller brachte 1984 „Das
Schlaraffenland. Der Traum von Faulheit und Müssiggang. Eine
Text-Bild-Dokumentation“ heraus. Es folgte 1999 das Lexikon zu „Goethes
merkwürdige Wörter“. 2007 erschien das nun ausgezeichnete Nachschlagewerk
„Gottfried Keller. Personenlexikon zu seinem Leben und Werk“.
In eigener Sache:
Im Verlag „NZZ-Libro“ ist die
Dokumentation zur Entstehungsgeschichte des Gottried Keller-Preis (mit umfangreichem Anhang) unter dem Titel
erschienen:
Thomas Bodmer
„Der Sammler und die Seinigen.
Martin Bodmer (1899-1971) und der Gottfried Keller-Preis“
Zu beziehen unter: http://www.nzz-libro.ch.
Sämtliche Akten des Gottfried
Keller-Preis-Archivs der Jahre 1921 bis 2007 befinden sich in der
Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich.
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