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Auteurs Laureats · Prix Gottfried
Keller |
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| 2010 |
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36.
Preis: Gerold Späth
*16. Oktober 1939 in Rapperswil
Erzähler, Dramatiker
Späth erhielt am 8. Mai 2010 25'000 Franken für sein Werk.
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| 2007 |
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35.
Preis: Fabio Pusterla
*3. Mai 1957 in Mendrisio
Lyriker, Essayist, Übersetzer
Pusterla erhielt am 21. April 2007 25'000 Franken für sein Werk
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| 2004 |
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34.
Preis: Klaus Merz
*3. Oktober 1945 in Aarau
Schriftsteller
Merz erhielt am 13. März 2004 25’000 Franken für sein Werk.
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| 2001 |
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33.
Preis: Agota Kristof
*30. Oktober 1935 in Csikvánd H, † 27. Juli 2011 in Neuenburg
Schriftstellerin
Kristof erhielt am 3. November 25’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1999 |
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32.
Preis: Peter Bichsel
*24. März 1935 in Luzern
Erzähler, Publizist
Bichsel erhielt am 13. November 25’000 Franken für das Gesamtwerk. |
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| 1997 |
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31.
Preis: Giovanni Orelli
*30. Oktober 1928 in Bedretto TI
Erzähler
Orelli erhielt am 8. November 25’000 Franken für das Gesamtwerk. |
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| 1994 |
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30.
Preis: Gerhard Meier
*20. Juni 1917 in Niederbipp BE, † 22. Juni 2008 in Langenthal
Lyriker, Erzähler
Meier erhielt am 19. November 20’000 Franken für das Gesamtwerk.
Aus Meiers Dankesbrief vom 26.
September 1994:
Ihr Brief hat mir Freude gemacht. Gottfried Kellers „Grüner Heinrich“
(2. Fassung) und Robert Walsers „Jakob von Gunten“ sind für mich die
zwei Bücher aus der Schweiz, welche zu den paar Büchern gehören, mit
denen ich gelebt habe. |
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| 1992 |
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29.
Preis: Erika Burkart
*8. Februar 1922 in Aarau, † 14. April 2010 in Muri
Lyrikerin, Erzählerin
Burkart erhielt am 6. Januar 20’000 Franken für das Gesamtwerk.
Aus dem Dankesbrief von Erika
Burkart an Daniel Bodmer vom 15. November 1991:
Ihr Brief bereitet mir ganz grosse Freude. Die Anerkennung beglückt,
der Gedanke, dass man materiell etwas unbelasteter sein wird – freier
für die geistige Arbeit – hilft auf. Auch wird man, so reich beschenkt,
auf Momente zum Kind, dem eine Fee Wünsche gewährt. Seit Jahrzehnten
arbeite ich im Abseits einer noch stillen Landschaft, die ich liebe.
Die Verwunderung, dass man trotzdem gesehn wird, ist tief, und tief die
Dankbarkeit.
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| 1989 |
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28.
Preis: Jacques Mercanton
*16. April 1910 in Lausanne, † 27. April 1996 in Lausanne
Literaturwissenschaftler, Erzähler
Mercanton erhielt am 12. Mai 15’000 Franken für das literarische und
literaturkritische Werk.
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| 1985 |
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27.
Preis: Herbert Lüthy
*15. Januar 1918 in Basel, † 16. November 2002 in Basel
Historiker
Lüthy erhielt am 29. November 15’000 Franken für historische Arbeiten,
Übersetzungen und Essays.
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| 1983 |
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26.
Preis: Hermann Lenz
*26. Februar 1913 in Stuttgart, † 12. Mai 1998 in München
Erzähler
Lenz erhielt am 2. Dezember 18’000 Franken für das Gesamtwerk.
Lenz dankte am 11. November 1983:
Mich freut’s „arg“, wie man auf Schwäbisch sagt. Als junger Mensch hab
ich jedes Jahr über den Bodensee geschaut und wär gerne drüben gewesen,
übrigens als Schweizer. Und immer noch ist für mich die Schweizer
Staatsangehörigkeit die begehrenswerteste.
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| 1981 |
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25.
Preis: Philippe Jaccottet
*30. Juni 1925 in Moudon VD
Übersetzer, Essayist
Jaccottet erhielt am 8. Dezember 18’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1979 |
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24.
Preis: Max Wehrli
*19. Juli 1909 in Zürich, † 18. Dezember 1998 in Zürich
Literaturwissenschaftler
Wehrli erhielt am 17. September 15’000 Franken für das
literaturwissenschaftliche Werk. |
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| 1977 |
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23.
Preis: Elias Canetti
*25. Juli 1905 in Russe, Bulgarien, † 14. August 1994 in Zürich
Schriftsteller, Nobelpreisträger
Canetti erhielt am 19. Dezember 15’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1975 |
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22.
Preis: Hans Urs von Balthasar
*12. August 1905 in Luzern, † 26. Juni 1988 in Basel
Theologe, Kardinal
Balthasar erhielt am 20. Dezember 15’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1973 |
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21.
Preis: Ignazio Silone
*1. Mai 1900 in Pescina I, † 22. August 1978 in Genf
Schriftsteller
Silone erhielt am 26. November 12’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1971 |
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20.
Preis: Marcel Raymond
*20. Dezember 1897 in Genf, † 28. November 1981 in Genf
Literaturwissenschaftler
Raymond erhielt am 27. November 10’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1969 |
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19.
Preis: Golo Mann
*27. März 1909 in München, † 7. April 1994 in Leverkusen D
Historiker
Mann erhielt am 14. Dezember 10000 Franken für das Gesamtwerk.
Aus den Dankesworten vom 13.
Dezember 1969:
Gestehen will ich, dass etwas von Beschämt-Sein sich mit darein mischt;
vielleicht habe ich von meinem Vater, beileibe nicht den epischen
Genius, wohl aber die Skepsis gegenüber der eigenen Leistung geerbt.
Wenn jedoch Andere, und Andere, die etwas verstehen, es anders sehen,
wie sollte ich mich nicht freuen? ... Das Land ist mir wirklich zur
zweiten Heimat geworden, stetig, nach einem ersten Höhepunkt fast
leidenschaftlicher Zuneigung vor 30 Jahren. Ich hatte sie mit einer von
mir sehr verehrten und geliebten Freundin gemein, die glaube ich auch
die Ihre war, Ricarda Huch. Unter den Geschichtsschreibern ist sie es,
deren Werk mir bei meinen Arbeiten am häufigsten vorgeschwebt hat; ...
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| 1967 |
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18.
Preis: Edzard Schaper
*30. September 1908 in Ostrowo/Posen PL, † 29. Januar 1984 in Bern
Erzähler, Übersetzer
Schaper erhielt am 30. Oktober 10’000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1965 |
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17.
Preis: Meinrad Inglin
*28. Juli 1893 in Schwyz, † 4. Dezember 1971 in Schwyz
Erzähler
Inglin erhielt am 22. Oktober 10000 Franken für das Gesamtwerk.
Inglin dankt am 26. Oktober 1965:
Anerkennung, Missverständnisse, Lob und Tadel begleiten den Schaffenden
bis ins Alter. Er wird bei alledem die Zuversicht gewinnen und
bewahren, dass sich am Ende zeigen muss, was von seinem Werke wert ist,
ihn selber zu überdauern. Trotzdem wird er die Hoffnung kaum je
verlieren, dass unabhängig von Erfolg und Misserfolg auch die paar
wirklich Einsichtigen, Urteilsfähigen ihm noch bei Lebzeiten ihren
Segen erteilen. Zu diesen wenigen gehörte für mich schon längst der
Gründer und spiritus rector der ‚Corona‘, der eine grossartige Ernte
einbrachte und sich mit eigenen Beiträgen (über Andersen, über die
Lagerlöf) legitimierte, der Kenner und Sammler der Weltliteratur, der
Stifter des Gottfried Keller-Preises mit seiner offenbaren
Entschlossenheit, immer nur das Preiswürdigste auszuzeichnen.
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| 1962 |
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16.
Preis: Emil Staiger
*8. Februar 1908 in Kreuzlingen, † 28. April 1987 in Horgen ZH
Germanist, Literaturwissenschaftler, Übersetzer
Staiger erhielt am 30. März 10’000 Franken für das Gesamtwerk, vor
allem für die Goethe-Monographie (Zürich 1952-1959).
Aus dem Dankesschreiben vom 31.
März 1962:
Das führt mich zu dem besonderen Charakter des
Gottfried-Keller-Preises. Ich bin mir im Klaren darüber, daß mir damit
in der Öffentlichkeit ein neuer, höherer Rang zugesprochen wird, an den
ich mich erst gewöhnen muß. Was mich aber noch mehr erfreut, ist die
Reihe der bisherigen Preisträger, in die Sie mich aufgenommen haben.
Ich bekenne Ihnen aufrichtig: es ist jene Gemeinschaft der Geister, der
seit vielen Jahren meine tiefste Liebe und Bewunderung gehört, in deren
Nähe mich immer wieder das Gefühl von seelischer Heimat erfüllt, wenn
sonst der Tag nur Goethes Wort von der „verwirrenden Lehre zu
verwirrtem Handel“ zu bestätigen scheint. Diesem Geist die Treue zu
halten und mich nicht verwirren zu lassen, bin ich entschlossen. |
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| 1959 |
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15.
Preis: Maurice Zermatten
*22. Oktober 1910 in St. Martin VS, † 11. Februar 2001 in Sitten
Schriftsteller
Zermatten erhielt am 12. November 8000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1956 |
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14.
Preis: Max Rychner
*8. April 1897 in Lichtensteig SG, † 10. Juni 1965 in Zürich
Literaturkritiker, Lyriker
Rychner erhielt am 30. November 8000 Franken für das literaturkritische
Werk.
Rychner dankte Martin Bodmer am
5. Dezember 1956:
Ich entsinne mich so gut der frühen Jahre, als Sie jung und suchend in
denselben Hörsälen der Universität wie ich nach einem Platz spähten,
ein zarter Mensch, zu dem es mich hinzog, was mir die törichte Hemmung:
„Er wird es missverstehen – Er wird glauben, ich erhoffe etwas von
ihm“, stets wieder durchquerte. Als Jüngling hat man ein übermässig
reizbares und etwas verschrobenes Ehrgefühl, das es nicht erträgt, auch
nur einen Augenblick nicht voll begriffen zu werden, und das es dann
versäumt, an Begreifen das zu leisten, was ihm obläge. Es kamen die
Jahre, wo ich mehrfach im „Freudenberg“ Ihr Gast war, d.h. zunächst
Gast Ihrer unvergesslichen, unvergessenen Mutter, die einem das Haus
gleich so wohlig zu machen verstand. Sie haben damals Ihre Sporen
verdient und die unbequeme Lehre auf sich genommen, grosse Männer zu
empfangen; noch jetzt bin ich Ihnen dankbar dafür, dass Sie unserer
Stadt einen Mittelpunkt gaben, den Sie seit Ihrem Weggang vermissen
muss. |
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| 1954 |
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13.
Preis: Werner Kaegi
*26. Februar 1901 in Oetwil ZH, † 15. Juni 1979 in Basel
Historiker
Kaegi erhielt am 16. Juli 6000 Franken für das Gesamtwerk.
Aus dem Dankesschreiben vom 16.
Juli 1954:
Für die Ehrung durch den Gottfried Keller-Preis Ihrer Stiftung, die Sie
meinen Arbeiten der vergangenen Jahre haben angedeihen lassen wollen,
möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank zum Ausdruck bringen. Sie haben
mir damit eine freundliche Hand geboten in einem Augenblick, da mich
ein leises Grauen anwandeln wollte vor dem letzten Anstieg zur
Vollendung des dritten Bandes meiner Burckhardt-Biographie. In diesen
Momenten der Ermüdung sind so gütige Worte wie diejenigen Ihres Briefes
eine reine Erquickung. ... Mit etwas mehr Ruhe und Freude, als es sonst
geschehen wäre, hoffe ich nun in zehn Tagen eine Ferienreise durch
Frankreich anzutreten und in den kommenden Jahren dank dem immer noch
schätzenswerten materiellen Umfang Ihres Preises ein paar Studien- und
Erholungsreisen in die Arbeit einschalten zu können, zu denen mir sonst
die Mittel gefehlt hätten.
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| 1952 |
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12.
Preis: Gertrud von Le Fort
*11. Oktober 1876 in Minden D, † 1. November 1971 in Oberstdorf D
Lyrikerin, Erzählerin
Von Le Fort erhielt am 12. November 6000 Franken für das Gesamtwerk.
Aus dem Dankesschreiben vom 16.
November 1952:
Ich empfinde es aber nicht nur für mich, sondern auch für meine Heimat
beglückend, daß eine so große Auszeichnung einer Deutschen zufallen
konnte, denn wir sind uns doch hier immer noch schmerzlich bewußt,
welche Schatten durch unser Land auf alle Länder unseres Erdteils
fielen. So hat es mich denn auch besonders freudig bewegt, daß Sie in
meinen Dichtungen den Ausdruck abendländischen Geistes und
abendländischen Glaubens hervorheben, liegen mir beide doch im Blick
auf die bedrohte Zukunft unsres Erdteils von Jahr zu Jahr tiefer am
Herzen.
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| 1949 |
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11.
Preis: Rudolf Kassner
*11. September 1873 in Gross-Pawlowitz/Mähren CZ, † 1. April 1959 in
Sierre VS
Essayist
Kassner erhielt am 16. Dezember 6000 Franken für das Gesamtwerk. |
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| 1947 |
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10.
Preis: Fritz Ernst
*14. Juni 1889 in Winterthur, † 26. März 1958 in Zürich
Literaturwissenschaftler, Essayist
Ernst erhielt am 12. September 6000 Franken für das Gesamtwerk.
Am 12. September 1947 dankte
Ernst:
Zwar verlangt man von uns Menschen mit Recht, dass wir uns in erster
Linie vor uns selber verantworten. Aber was könnte uns Säumige und
Irrende besser trösten, als der Beifall der Trefflichsten, die sich
weniger an die Unvollkommenheit des Ergebnisses, als an die glaubhafte
Anstrengung halten?
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| 1943 |
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9.
Preis: Robert Faesi
*10. April 1883 in Zürich, † 18. September 1972 in Zollikon ZH
Schriftsteller, Literaturwissenschaftler
Faesi erhielt am 10. April 6000 Franken zum 60. Geburtstag. |
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| 1938 |
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8.
Preis: Ernst Gagliardi
*7. Januar 1882 in Zürich, † 22. Januar 1940 in Zürich
Historiker
Gagliardi erhielt am 22. Oktober 6000 Franken für die Geschichte der
Schweiz. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (Zürich 1934-1937).
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| 1936 |
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7.
Preis: Hermann Hesse
*2. Juli 1877 in Calw D, † 9. August 1962 in Montagnola TI
Erzähler, Lyriker
Hesse erhielt am 28. März 6000 Franken für das Gesamtwerk.
Aus dem Dankesbrief vom 29. März
1936:
Diese so unerwartete Auszeichnung trifft mich zu einer Zeit, in der ich
die gewaltige Krise der deutschen Literatur am eigenen Leibe schwer zu
spüren bekomme, und ist für mich darum eine doppelte Freude.
Wenn ich auch von meiner literarischen Leistung eher skeptisch denk
(ich bin im Grunde mehr ein moralisch-religiöser als ein künstlerischer
Charakter), so glaube ich doch wenigstens in Einer Hinsicht den
Absichten und dem Sinn Ihrer Stiftung zu entsprechen: dadurch, dass
sich in mir Schweizertum und sprachlich-kulturelles Deutschtum wirklich
von Jugend an eng verbanden. Enkel einer Welsch-Schweizerin, Sohn eines
um 1880 in Basel eingebürgerten Balten, habe ich neben dem baltischen
Deutsch meines Vaters schon in der Kindheit sowohl die Basler als die
schwäbische Mundart gehört, gelernt und gesprochen. |
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| 1933 |
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6.
Preis: Festgabe Universität Zürich
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Zum hundertjährigen Bestehen erhielt die Universität am 3. Januar 8000
Franken.
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| 1931 |
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5.
Preis: Hans Carossa
*15. Dezember 1878 in Bad Tölz, † 12. September 1956 in Rittsteig bei
Passau
Erzähler, Lyriker, Arzt
Carossa erhielt am 7. Juli 6000 Franken für das Gesamtwerk.
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| 1929 |
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4.
Preis: Josef Nadler
*23. Mai 1884 in Neudörfl/Böhmen, † 14. Januar 1963 in Wien
Literaturwissenschaftler
Nadler erhielt am 5. November 6000 Franken für seine
Literaturgeschichte der deutschen
Aus Nadlers Brief vom 9.
November 1929:
In der Schweiz habe ich die besten und schönsten Jahre meiner Jugend
verlebt. Ich habe dort Freunde und Schüler, wie ich hoffe, für das
Leben gewonnen. Alles, was ich bin, verdanke ich dem Lebenskreise, den
ich dort in jungen Jahren gefunden habe. Das eidgenössische Staatswesen
hat mich zum Bewusstsein, zur Pflicht und zur Verantwortung wahrer
staatsbürgerlicher Gesinnung erzogen. Nach dem Verlust meines
Vaterlandes ist mir die Schweiz zum zweiten Vaterlande geworden wie sie
das Geburtsland meiner Kinder ist.
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| 1927 |
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3.
Preis: Charles Ferdinand Ramuz
*24. September 1878 in Lausanne, † 23. Mai 1947 in Pully VD
Erzähler, Lyriker
Ramuz erhielt am 6. Oktober 6000 Franken für seinen Roman La beauté sur
la terre
Ramuz dankte am 7. Oktober 1927:
Je me suis toujours efforcé (au milieu de beaucoup de malentendus)
d’affirmer ma fidélité à ma petite patrie; il me plaît de me confondre
à elle plus que jamais, aujourd’hui, où ce que vous voulez bien m’en
dire me permet d’espérer que je ne me suis peut-être pas tout à fait
trompé dans l’image que j’ai essayé de donner d’elle. |
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| 1925 |
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2.
Preis: Heinrich Federer
*6. Oktober 1866 in Brienz BE, † 29. April 1928 in Zürich
Erzähler
Federer erhielt am 20. März 6000 Franken für den Roman Papst und Kaiser
im Dorf
Aus Federers Dankesbrief vom 21.
März 1925:
Was mich freut, ist nicht bloß das persönliche Beschenktsein, sondern
in meiner Freude über den Preis dünkt mich zittert die Freude der
vielen Andern und Verdientern mit, die nach mir den Genuß Ihrer edeln
Stiftung erfahren werden.
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| 1922 |
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1.
Preis: Jakob Bosshart
*7. August 1862 in Stürzikon ZH, † 18. Februar 1924 Clavadel GR.
Erzähler.
Bosshart erhielt am 14. April 6000 Franken für seinen Roman Ein Rufer
in der Wüste
Bosshart dankte an Ostern 1922:
Brauche ich Ihnen zu sagen, dass Sie mir mit der Verleihung des
Preises, der den Namen des von mir tief verehrten Gottfried Keller
trägt, eine grosse Osterfreude bereitet haben? Empfangen Sie meinen
herzlichen Dank für die mir zu Teil gewordene Ehrung! Ich nehme sie
nicht für mich persönlich in Anspruch, sondern für das, was ich in
meinem Roman bekannt und erstrebt habe und was vielen andern Suchenden
in dieser wirren Zeit vorschwebt. Die ideelle Seite des Preises ist mir
denn auch viel wertvoller als die klingende. Es entbehrt ja nicht der
Ironie, dass dasjenige von meinen Büchern, in dem ich mich am
deutlichsten gegen die Überschätzung der materiellen Güter
ausgesprochen habe, gerade das ist, das mir von diesen Gütern am
meisten bringt. Aber es ist mit den Preisen wie mit den Menschen, sie
bestehen unzertrennlich aus Seele und Leib, jedoch die eigentliche
Wirkung geht von der ersteren aus. So wird die von Ihnen
ausgesprochene, weithin hörbare Anerkennung meinem Buch und dem, was es
vertritt, den Weg zu den Menschen in unvergleichlicher Weise bahnen und
wenn es das Volk, das es sucht, findet, so wird das zum guten Teil Ihr
Verdienst sein.
So will ich denn dankbar die Reihe Ihrer Preisgekrönten eröffnen, und
ich spreche die Hoffnung aus, es werde noch mancher Schweizer Dichter
aus der Martin-Bodmer Stiftung Ermutigung und Antrieb zum Schaffen
empfangen, wie ich sie jetzt empfing, und die Stiftung werde für unser
Geistesleben und für unsere liebe Schweizerheimat ein immer spürbarer
Segen werden.
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